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Energiepolitik "Wohin wollen wir wechseln"

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1. Juni 2011 - Veranstaltung der MIT-Bochum mit Frau Christa Thoben
(NRW-Wirtschaftsministerin a.D.)

Wir werden die fossilen Energieträger noch mindestens 30 Jahre benötigen“

Am Dienstag, den 31. Mai 2011 war der Vorsitzende der MIT-Bochum, Stephan Dewender, hocherfreut, mehr als 50 interessierte Gäste in der Gesellschaft Harmonie zum Vortrag von Christa Thoben begrüßen zu dürfen.

Zunächst erläuterte Stephan Dewender kurz die aktuellen und anstehenden Aufgaben der MIT-Bochum. Die Homepagewww.mit-bochum.de wurde grunderneuert, die Arbeit mit den mittelständischen Verbänden läuft an und am 16.07.2011 wird eine Bochumer Tour der Hoffnung in Bochum Wiemelhausen stattfinden und dabei Spenden für krebskranke Kinder gesammelt.

Frau Thoben begann darauf Ihren Vortrag „Energiepolitik: Wohin wollen wir wechseln?“ mit einem kurz Rückblick auf die Geschichte der Energiepolitik im Nachkriegsdeutschland. Sie wies darauf hin, dass dem Land NRW erst vor 4 Jahren den Ausstieg aus der subventioniertem Steinkohleabbau gelungen wäre, die Ewigkeitskosten jedoch enorm blieben.

Nach Fukushima müsse zudem die Frage der Risikobewertung neu beantwortet werden, „wenn selbst ein hochentwickeltes Industrieland wie Japan seine Kraftwerke offenbar nicht ausreichend sichert“. Da die Zustimmung zur Kernkraft spätestens seit Fukushima nicht mehr gegeben sei, müsse nun eine Auseinandersetzung mit dem Ausstieg stattfinden. Die Zukunft benötigt laut Frau Thoben ein Zusammenspiel zwischen einem intelligenten Energiemix und Energieeinsparungen. Die oftmals zu hörende Aussage, dass ohne Kernkraftwerke eine Energieknappheit herrschen würde, berücksichtige nicht die hohen Einsparpotentiale, die bereits jetzt machbar seien (v.a. die Gebäudesanierung).

In der darauf folgenden Stunde diskutierte Frau Thoben intensiv mit dem Auditorium, dem neben MIT-Mitgliedern und interessierten Bürgern auch regionale Stromversorger und Fachleute für regenerative Energien wie auch Kernkraftsicherheit angehörten. Sie verwies darauf, dass die Abgabenlast für die Unternehmen nicht noch weiter steigen dürfe. Zudem werde die Zustimmung der Bevölkerung zu effizienten Kraftwerksneubauten und neuen Stromtrassen benötigt. Zusammenfassend stellte sie fest, dass 10 Jahre ausreichend seien, um 20% der Stromversorgung zu ersetzen, jedoch noch mindestens 30 Jahre fossile Energieträger wie beispielsweise Flüssiggas zurückgegriffen werden müsse.

Nach knapp 2 Stunden bedankte sich Stephan Dewender bei Frau Thoben und den Diskussionsteilnehmern für die gelungene Veranstaltung.

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